Ratgeber » Hand verbrannt - Verbrennung / Verbrühung

Bei Verbrennungen ist die erste Hilfe das Kühlen der verbrannten Stelle. Zuvor sollte eventuell vorhandene Bekleidung entfernt werden, vorausgesetzt diese ist nicht mit der Wunde verbunden. Man kann dann am besten die Hand unter kaltes, fließendes Wasser halten. Hierbei soll das Wasser eine Temperatur im Bereich zwischen 15° und 20° haben. Ist das Wasser zu kalt schädigt man die Haut.

Verbrennungen werden in drei Verbrennungsgrade unterteilt. Bei Verbrennungen 1. Grades ist die Haut gerötet und leicht angeschwollen. Hier ist nur die Oberhaut betroffen und die Wunde verheilt meist ohne dass ein Schaden zurück bleibt. Verbrennungen 2. Grades erkennt man an der Bläschenbildung. Der Schmerz ist stärker als bei Verbrennungen 1.Grades und Neben der Oberhaut ist hier auch die Lederhaut in Mitleidenschaft gezogen. Hier kann es entweder auch zu einer vollständigen Heilung oder im anderen Fall zu leichter Narbenbildung kommen, falls die Lederhaut nicht nur im oberen Bereich sondern tiefer beschädigt wurde. Bei Verbrennungen 3. Grades ist neben den beiden bereits genannten Hautschichten auch die Unterhaut beschädigt. Im 4. Verbrennungsgrad ist neben Hautgewebe auch Knochen- oder Muskelgewebe zerstört worden.

Bei kleinflächigen Verbrennungen 1. Grades kann nach dem Kühlen die Weiterbehandlung mit einer Brandsalbe erfolgen. Dies ist allerdings umstritten, einige Ärzte raten von Brandsalben ab. Die Wunde soll aber auf jeden Fall offen bleiben und an der Luft heilen.
Ist die Verbrennung etwas stärker und es bilden sich Brandblasen so sollten dies nicht geöffnet werden, damit eine Infektion verhindert wird. Würde man die Blasen öffnen würde die Wunde stark nässen und Bakterien könnten leicht eindringen. Daher ist hier ein steriler Wundverband nach dem Kühlen die empfohlene Methode um die Wunde zu behandeln.